Mit Mentaltraining zur besseren Leistung für Sportler

Für einen wachen Kopf im nächsten Rennen

🏁 Die Rennsaison ist in vollem Gange! Du hast hart trainiert, aber wie bereitest du dich mental vor?

Was macht eigentlich den Unterschied zwischen Sieg und Niederlage aus? Zwischen Bestzeit und Mittelfeld? Klar, die körperliche Fitness spielt eine immense Rolle, doch die mentale Wettkampfvor- und Nachbereitung ist nicht zu unterschätzen. Wie gehe ich mit der aufsteigenden Nervosität um, der Angst zu versagen, mit Stürzen und Niederlagen?

Als ehemalige Profi Mountainbikerin kenne ich die Problematik, dass einem der Kopf in die Quere kommt. Mein Wissen und meine Erfahrung gebe ich jetzt als Mental Coach weiter.
Ich bereite Rennsportler in den Disziplinen Downhill, Enduro, Cross Country, Marathon, XTERRA, Triathlon, Straße und Bahn mental auf die Saison vor.

👉🏻 Hier kommen meine Mentaltraining Tipps, damit du gestärkt in dein nächstes Rennen gehst:

Deine Ziele im Rennen

Setze dir Ziele, die dich motivieren, kraftvoll und aktiv sind. Ohne Ziele kannst du keine Pläne verfolgen und erreichst weniger Erfolg. Weniger Erfolg wirkt sich wiederum auf das Selbstvertrauen und die Motivation aus.

Motivierende Ziele setzen

Setze dir Ergebnisziele.
Stelle dir vor jedem Wettkampf folgende Frage: Was möchte ich bei diesem Rennen erreichen?Wichtig, deine Ziele müssen messbar, wie etwa eine Platzierung oder Zeit sein. Sei realistisch! Unrealistische Ziele sorgen meist für Frust und Motivationsverlust. Setze dir neben deinen ein bis zwei Ergebniszielen auch Handlungsziele!

Zum Beispiel:
➡️ Ich beende das Rennen unter den ersten zehn Teilnehmern.
➡️ Ich fahre die Stage XY unter 20 Minuten am Renntag XY.
➡️ Ich absolviere die Distanz am 3.7.2026 mit 60 Kilometern und 1500 Höhenmetern unter 3 Stunden.

Kerstin Kögler bei der Enduro World Series in La Thuile im Downhill
Enduro World Series La Thuile: Mit der passenden Zielsetzung in der Abfahrt

Setze Ziele, die du beeinflussen kannst

Ergebnisziele wie bestimmte Platzierungen, oder eine bestimmte Zeit (z.B. wenn die Strecke bei Nässe viel langsamer ist) liegen oft nicht komplett in unserem Einflussbereich. Deshalb ist es wichtig, auch Ziele zu setzen, die du kontrollieren und beeinflussen kannst.

Überlege dir konkrete Handlungen während des Rennens, die zu einem guten Ergebnis führen:
Fahren mit Spaß und Freude, Blick voraus, Schwung aus Kurven mitnehmen, dein Bestes geben, Material checken, an der Warm-Up Routine festhalten etc. Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, dich selbst konstruktiv zu unterstützen.

👉🏻 Mein weiterer Tipp: Formuliere deine Ziele, als wären sie bereits erreicht. Damit unterstützt du dich wirkungsvoll für deine Zielerreichung.

👉🏻 Streiche Worte wie „würde, könnte, möchte, sollte“ aus deinem Wortschatz um Klarheit zu schaffen.

👉🏻 Vermeide das Wort „nicht“ und Verneinungen.

Formuliere stattdessen prägnant, was du erreichen oder tun möchtest.

Entwickle Routinen

Hektik im Vorfeld ist Gift für eine gute Leistung und stört deine Konzentration. Feste Abläufe minimieren deinen Stress. Sie verleihen Sicherheit und helfen deinem persönlichen Rhythmus.
Tipp
Erstelle einen detaillierten Plan für die Stunden vor dem Wettkampf. Notiere dir alle Tätigkeiten vor dem Start ab dem Aufstehen bis zum Startschuss mit Uhrzeit.
(…)

7:45 Startnummer abholen und anbringen, letzter Bikecheck inkl. Reifenluftdruck
(Tipp: einen ausführlichen Bikecheck immer in den Tagen vor dem Rennen machen)

8:15 Aufwärmroutine , dazu 1 kleine Flasche trinken und 1 Riegel essen

8:50 Aufwärmbekleidung ausziehen

9:00 frische Trinkflasche und Riegel/Gel einstecken

9:10 Startaufstellung

9:30 Start

Sammle Selbstvertrauen

Bin ich gut genug? Wird die schwierige Passage bergab gelingen? Vielleicht kennst du solche Selbstgespräche? Blockiert dich dein innerer Dialog? Negative Selbstgespräche führen zu Stress, Verspannung und meist zu einer schwachen Leistung. Positive Selbstgespräche hingegen stärken dich und helfen dir auch bei schwierigen Bedingungen deine volle Leistung abzurufen.

Tipp
Beobachte dich vor, während und nach dem Wettkampf. Wie sprichst du zu dir? Welche Worte können dich am Besten aufbauen, entspannen oder aktivieren? Notiere diese positiven Wörter oder Sätze und sage dir diese immer wieder während des Wettkampfs. Bitte nutze nur Sätze, die für dich stimmig sind.

Beispiel

Ich bin nicht gut genug. 👉🏻 Ich vertraue mir, ich gebe mein Bestes.

Ich werde stürzen. 👉🏻 Ich fahre sicher und kontrolliert.

Fokussiere deine Stärken

Häufig gilt unser Fokus unseren Defiziten und Schwächen, das demotiviert dich eher. Konzentriere dich stattdessen auf deine Stärken und nehme die „defizitorientierte Brille ab“. Wenn du dir deiner Stärken bewusst bist, gewinnst du an Selbstvertrauen. Sie unterstützen dich in deinem Tun zur besseren Leistung.

Tipp
Notiere mindestens sieben Stärken und stecke dir den Zettel in die Trikottasche.

Bike Attack Lenzerheide Kerstin Kögler (1) 4
Sieg Bikeattack Lenzerheide: Hier war der Fokus auf meine Stärken wichtig

Reguliere deine Nervosität vor dem Rennen

Eines vorweg: Vor einem Wettkampf nervös zu sein ist völlig normal. Es ist ein Zeichen, dass dir der Wettkampf wichtig ist. Ein optimales Stresslevel macht wach! Wenn die Nervosität allerdings zu hoch ist, kann sie dich mental und körperlich blockieren. Es gibt verschiedene Methoden um deine Nervosität zu regulieren. So finden es viele Sportler hilfreich, ihre Anspannung durch Körperübungen zu regulieren z.B. durch Atmung.  

Tipp
Stelle dich aufrecht hin. Atme drei Sekunden ein. Beim Einatmen liegt die Zunge hinter den oberen Schneidezähnen. Lasse die Zunge beim Ausatmen fallen. Verlängere deine Ausatmung mit jedem Atemzug. Wiederhole das Ganze ein bis zwei Minuten und merke, wie die Entspannung einsetzt.

Gehe konstruktiv mit Fehlern und Misserfolgen um

Menschen machen Fehler! Kannst du deine Fehler akzeptieren? Woraus hast du bei Wettkämpfen am meisten gelernt? Wenn alles wie am Schnürchen geklappt hat oder aus Fehlern, die du analysiert und für die Zukunft eine bessere Vorgehensweise festgelegt hast? Fehler sind Teil eines Lernprozesses und bieten die Chance zur Weiterentwicklung.


Tipp 1
Wenn du während des Rennens einen Fehler machst, bleibe ruhig! Du kannst ihn nicht mehr beeinflussen. Richte deinen Fokus auf das, was vor dir liegt.

Tipp 2
Analysiere dein Rennen und lerne aus etwaigen Fehlern: Stelle dir die Frage, was die Ursachen für den Fehler waren und wie du ihn in Zukunft vermeiden kannst? Hake anschließend den Fehler ab, lerne draus und ärgere dich nicht weiter.

Kerstin Kögler bei der Enduro World Series in Valloire
Enduro World Series in Valloire / Fehler und Misserfolge: Auch ich kenne diese. Lasse sie Helfer auf dem Weg zu deinem Erfolg sein.

Sport Mental Coaching

Wenn dir die Tipps gefallen haben, du dich noch besser auf die Wettkampfsaison vorbereiten willst, du Schwierigkeiten hast im Rennen deine Leistung abzurufen, sehr nervös bist oder dich seit einem Ereignis oder Sturz blockiert fühlst, melde dich gern.

Ich begleite dich gern in einem spezifischen Thema oder langfristig während der Saison.

Im 1:1 Coaching gehen wir dein Thema individuell an. Denn professionelles Coaching ist mehr als nur ein paar Tipps zu geben 🙂

Schreibe mir einfach eine Nachricht oder buche dein Mental Coaching gleich online.

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